Hitzeschutz auf Bergedorfer Spielplätzen
Die Sommer in Hamburg werden durch den Klimawandel heißer und trockener. Viele Spielplätze in Bergedorf verfügen aber kaum über Schatten und sind in Hitzeperioden kaum bespielbar. Hier muss etwas passieren, forderten wir in einem Antrag in der Bezirksversammlung am 15.10.26.
Unseren Antrag „Hitzeschutz auf Bergedorfer Spielplätzen“ lest ihr im Wortlaut hier:(Drs. 22-1011)
Längere Hitzeperioden belasten vor allem Kleinkinder und Kinder, die sich besonders schlecht vor hohen Temperaturen schützen können. Viele Spielplätze im Bezirk sind jedoch kaum darauf ausgelegt: Flächen sind versiegelt, Rutschen aus Metall oder dunkle Kunststoffteile heizen sich in der Sonne stark auf, und nicht überall spenden Bäume oder bauliche Elemente ausreichend Schatten. An heißen Tagen sind solche Spielplätze kaum nutzbar.
Der Hitzeaktionsplan der Stadt Hamburg empfiehlt deshalb ausdrücklich, Kinder auf Spielplätzen etwa durch Wasserspielanlagen und ausreichende Verschattung, vor allem durch Bäume, zu schützen. Auch das Gutachten „Spielen in Hamburg 2030“ greift diese Maßnahmen auf.
Wir schlagen vor, dass das Bezirksamt zunächst eine Bestandsaufnahme macht: Wie ist die Beschattung auf den Bergedorfer Spielplätzen, und wo ist die Hitzebelastung besonders hoch? Darauf aufbauend soll ein Konzept für eine hitzegerechte Gestaltung entstehen. Geprüft werden sollen unter anderem:
- die Pflanzung klimaresilienter Bäume,
- Sonnensegel und andere Schattenspender an besonders sonnigen Spielbereichen,
- die Abdeckung von Metallrutschen und dunklen Kunststoffflächen,
- schattige Ruhezonen, die als „Kühle Orte“ ausgewiesen und in die städtische Karte aufgenommen werden,
- Hinweise auf Trinkwasserbrunnen und Refill-Stationen in der Nähe,
- Wasserspiel- und Matschbereiche,
- helle, wärmereflektierende Materialien bei Neugestaltungen,
- Informationen bei Hitzewarnungen des Deutschen Wetterdienstes sowie Hinweisschilder und Sonnencremespender.
Uns ist bewusst, dass ein umfassender Umbau aller Spielplätze angesichts der Haushaltslage nicht auf einmal möglich ist. Umso wichtiger ist es, dass Hitzeschutz künftig bei jeder Sanierung und Neuplanung als verbindlicher Standard mitgedacht wird. Viele Maßnahmen lassen sich so ohne große Zusatzkosten umsetzen.
Im Fachausschuss für Soziales, Gesundheit und Integration wird der Antrag nun im Detail beraten. Wir freuen uns auf eine konstruktive Diskussion und hoffen, dass am Ende ein gemeinsamer Beschluss steht. Denn Spielplätze sollen Orte sein, an denen Kinder auch im Hochsommer sicher und gern spielen können.
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