Wenn die Hilfe zu spät kommt – Wohngeld in Bergedorf

Das Wohngeld soll Menschen mit geringem Einkommen entlasten und steigende Mietkosten abfedern. Doch viele Antragstellerinnen und Antragsteller kämpfen mit einem gravierenden Problem: 4 BIS 5 MONATE WARTEZEIT bei der Bearbeitung der Anträge sind normal. Mit einem Antrag forderte die Bergedorfer Linksfraktion Transparenz und Unterstützung bei finanziellen Engpässen.

„Wohnen wird gerade in Hamburg immer teurer und viele Menschen sind auf das Wohngeld angewiesen“, sagte Johan Graßhoff, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Linken. „Bei Mietrückständen kann schnell die Kündigung drohen. Hier besteht dringender Handlungsbedarf.“ Den Wortlaut des Antrags lest ihr hier. 

Um sozialen Härten frühzeitig zu begegnen ist es wichtig, folgende Daten künftig systematisch zu erfassen und auszuwerten: Gründe für die Ablehnung von Wohngeldanträgen, Fälle von Mietrückständen oder drohendem Wohnungsverlust während der Bearbeitungszeit und die soziale Situation der Antragstellenden. Weiter sollen Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeiten aufgezeigt werden, wie z. B. die vorläufige Bewilligung der Wohngeldanträge bei akuter finanzieller Notlage. 

Laut der Verwaltung ist die Datenerfassung und -auswertung der oben genannten Punkte zurzeit technisch bzw. digital nicht möglich. Ein „Fachverfahren“ müsse dazu entwickelt werden. Wir fragen uns: Wie kann es sein, dass im heutigen digitalen Zeitalter eine digitale Abfrage nicht möglich ist? Wir bleiben am Thema dran und fragen weiter nach.

Der Antrag wurde punktweise abgestimmt. Der Punkt drei zu den „Informationen zu Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeiten“ wurde einstimmig angenommen.