Abpflastern? Leider nicht in Bergedorf!
Als Tiger gestartet, als Bettvorleger gelandet. So ungefähr könnte das Motto des von der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) ins Leben gerufene „Abpflastern-Wettbewerb 2026“ zumindest für Bergedorf lauten, denn passiert ist so gut wie nichts.
Das Ziel des Wettbewerbs ist es, in den Bezirken möglichst viel versiegelte öffentliche Flächen zu entsiegeln. Als Preis winkt die Auszeichnung mit dem „goldenen Spaten“ für den Bezirk, der am meisten abpflastert.
Hinsichtlich des Stadtklimas ist das eine gute Idee, deshalb hat unsere Fraktion im Juni 2025 einen Antrag (22/410) in die Bezirksversammlung eingebracht, um das Thema hier zu bewegen und den „goldenen Spaten“ nach Bergedorf zu holen.
Die Antwort des Bezirksamtes war ernüchternd: Personal- und/oder Finanzressourcen seien bei dem Wettbewerb nicht hinterlegt, so dass „die Umsetzung zusätzlicher Maßnahmen im Rahmen der Kampagne mit dem vorhandenen Budget nur sehr eingeschränkt umsetzbar sind“. Wir haben noch einmal nachgefragt (22/767.01) und es kam heraus, dass in Bergedorf mit der Fläche des „Ginkgo-Platzes“ vor dem Bergedorfer Bahnhof gerade einmal ein Gelände hinsichtlich einer Entsiegelung vom Bezirksamt geprüft wurde und das ohne weitere Umsetzung bisher. Der Grund ist, dass die Behörde die Bezirksämter halt nicht für diesen Wettbewerb mit Ressourcen ausstattet, die bei den Ämtern eh knapp sind.
Da stellt sich die Frage, wie ernst es die Behörde mit diesem Wettbewerb wirklich meint oder ob das Ganze nicht eher eine PR-Nummer aus dem Hause Fegebank bleibt.
Wir werden das Thema weiter im Umweltausschuss der Bezirksversammlung bewegen.

