Wohngeldzahlung stark verspätet – Wir fordern Transparenz
Wohngeld wird in Bergedorf ca. 4-5 Monate zu spät ausgezahlt. Die Bergedorfer Linksfraktion forderte in der Bezirksversammlung am 26.03. eine genaue Auswertung der Gründe.
Laut der Verwaltung ist eine spezifische Datenerfassung und -auswertung zurzeit technisch bzw. digital nicht möglich. Ein „Fachverfahren“ müsste dazu entwickelt werden. Derzeit ist ein derartiges Fachverfahren in Arbeit, so dass es einfach und so gut wie kein Aufwand wäre, wichtige Auswertungskomponenten einzuarbeiten.
„Wir fordern, dass das Fachverfahren für Wohngeldanträge so konzipiert wird, dass eine systematische und bezirksscharfe Auswertung wichtiger Daten zukünftig möglich ist“, sagte Johan Graßhoff, stellvertretender Vorsitzender der Bergedorfer Linksfraktion. „Wir wollen wissen, in welcher sozialen Lage die Menschen in Bergedorf sind. Nur mit belegbaren Zahlen kann hier frühzeitig gegengesteuert werden.“
Folgende Daten sollten erfasst werden:
- Die Anzahl der aktuell in Bearbeitung befindlichen Wohngeldanträge,
- die durchschnittliche Bearbeitungsdauer im Bezirk,
- die Anzahl der vorläufigen Bewilligungen nach § 26a Wohngeldgesetz,
- die Gründe für die Ablehnung von Wohngeldanträgen,
- Fälle von Mietrückständen oder drohendem Wohnungsverlust während der Bearbeitungszeit,
- die priorisierten Bearbeitungen aufgrund sozialer Härtefälle.
Der Antrag wurde mit den Stimmen von SPD und CDU abgelehnt. Wir bleiben am Thema dran.
Lest dazu auch unseren Artikel vom 05.03.26 „Wenn die Hilfe zu spät kommt“

